
„Only from the heart you can touch the sky.“
Heute möchte ich Dir ein klein wenig von meinem Weg zur Yogalehrerin erzählen — etwas, das ich selten in Worte fasse, ja vielleicht sogar, weil es nicht so recht mit Worten zu beschreiben ist, zumindest nicht vollständig. Denn ich habe diese Entscheidung, Yogalehrerin zu werden – oder besser gesagt – die Entscheidung, meine erste, grundlegende Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen, tief aus meinem Herzen heraus getroffen. Wie Du vielleicht weißt, wenn Du mich kennst, oder schon ein wenig durch meine Website gescrollt bist, ist einer meiner Leitsätze: „Only from the heart, you can touch the sky“.
Was ich damit sagen möchte ist: Nur wenn Du etwas aus Dir heraus machst, aus Deinem Herzen, es aus Deiner Essenz herausfließen lässt, wirst Du damit Dich und andere, die ganze Welt berühren können. Dazu gehört, Dein eigenes Herz offen und weich werden zu lassen, das ist der Weg, so wird Dein Fühlen und Mitgefühl echt. Und Authentizität wirkt magisch anziehend. Was Du aus Deinem Herzen tust, wird sich leicht und richtig anfühlen und damit wirst Du auch Erfolg haben. Es geht um die Intention, warum Du etwas tust oder nicht tust. Und so kann ich sagen, auch in einem Satz:
Ich bin Yogalehrerin geworden, weil ich die Kraft, Ruhe und Freude, die ich in und durch Yoga auf meinem bisherigen Lebensweg erfahren durfte, auch insbesondere in den schwierigen Phasen, von Herzen an andere weitergeben möchte.
Und weil ich Dir, Euch, allen – die den Weg zu mir finden, auch ein paar Schritte auf dem Weg zurück zum Herzen, zum authentischen echten Leben im Einklang mit Deinem inneren Wesen, Deinem Dharma, Deiner Essenz, begleiten möchte.
Doch jetzt genug der vielen Worte, hier noch einige meiner „Yoga-Schlüsselmomente“ – kurz und auf den Punkt gebracht:
Meine ersten Berührungen mit Yoga
Meinen allersten Yoga-Kurs habe ich mit 15 oder 16 Jahren gemacht. Hat mich gar nicht überzeugt, sowohl körperlich, als emotional. Als langjährige Leistungssportlerin hatte ich schon damals eine sehr gute Verbindung zu meinem Körper und mir, war auf der Suche nach dem „nächsten Schritt“. Heute weiß ich, dass es definitiv nicht an Yoga lag …
Glücklicherweise bin ich immer wieder „auf der Matte gelandet“, während meines Studiums in Heidelberg hin und wieder, dann mit meinem Umzug nach München im Januar 2009 immer häufiger. Ich habe seitdem eine beständige, dauerhafte und tiefere Praxis gefunden, sie entwickelt. Sie verändert sich noch immer ab und an – organisch.
Was Yoga verändert hat
Yoga wurde zu meinem Anker, die Matte zu meinem Kraftort, zunächst Asana und Pranayama – und dann auch Meditation zu meinem Weg – hin zu mir, durch den Schmerz, inmitten aller Stürme des täglichen Lebens. Auch Karma Yoga, Bhakti Yoga und Raja Yoga gehören zum großen Ganzen, was ich in meinen Ausbildungen gelernt habe und was ich als Yoga fühle. Mein Hauptziel war viele Jahre: Mein Herz weit öffnen, es nicht zulassen verbittert und eng zu werden, sondern erst recht, mehr Mitgefühl, mehr Weite zu praktizieren. Selbstmitgefühl und Mitgefühl für alle Lebewesen zu entwickeln, zu praktizieren – AHIMSA. Ohne damals Namen für diese Art der Praxis zu kennen.
The journey goes on …
Über die vielen Jahre meiner Praxis hinweg, hat sich der Weg zur Yogalehrerin wie von selbst gezeigt. Geplant habe ich es nicht, es wurde immer offensichtlicher. Mir wurden immer mehr Fragen gestellt, über meine Praxis, nach bestimmten Asanas, ihrer Wirkung, ich wurde um Unterstützung gebeten. Auch die Frage: Warum bist Du eigentlich keine Yogalehrerin? kam erst vom Außen.
Überlegt habe ich dann auch noch eine lange Weile – über die Finanzierung, der Vereinbarkeit mit meinem Haupt-Job hin zum Respekt vor diesem eindeutigen Commitment zur persönlichen Weiterentwicklung und, und, und … aber am Ende: Ich hab’s gewagt – und bis heute noch nie bereut. Seit 2019 unterrichte ich „offiziell“, hauptsächlich in München, aber auch online oder auf Seminaren und Retreats. Aber auch schon 2017 und 2018 während meiner Foundation Ausbildung habe ich viele praktische Erfahrungen, unter anderem im größten Ashram Deutschlands und bei Yoga im Park sammeln dürfen.
Neben den seitdem vielen, vielen Yogastunden, die ich unterrichtet habe, den vielen Schülern, Geschichten, Fragen, Körpern, Seelen, denen ich seitdem auf der Matte begegnet bin, folgten auch noch viele weitere Aus- und Fortbildungen. Du kannst hier schauen, welche. Ich fühle mich für immer auch als Schüler, ich lerne jeden Tag, mit jeder Klasse, durch jeden Schüler. Und viele Lehrer. Gerade bin ich wieder dabei und vertiefe mein Wissen über Somatisches Yoga.
Was mich heute trägt
Heute unterrichte ich Yin Yoga, Hatha Yoga, Gentle Vinyasa Flow und Yoga Nidra. Auch Entspannungs- und Resilienzkurse. Ich bin für Krankenkassen-Kurse zertifiziert (ZPP). Ich leite Women Circles, begleite Frauen in Blessing-Zeremonien — als Bridal Blessing oder Mama Blessing, halte Räume bei Mama Cacao Ritualen — und Chakra Healing Sessions.
Weiter bestärkt in meinem Weg habe mich viele kleine – und manchmal auch größere Momente: Zum Beispiel ein Human Design Reading, das ganz klar die Lehrerin in mir hervorgehoben hat. Wenn auch etwas eleganter ausgedrückt, als ich hier wiedergeben kann. Yogastunden, die zu mir kamen und sich beim Unterrichten einfach nur rund und geführt angefühlt haben. Das Fühlen und Beobachten der Entwicklung meiner Praxis, im Inneren und im Außen. Es ist real! Deine Praxis verändert alles!
Und noch immer praktiziere ich jeden Tag „Heart Wide Open“. Übe, mein Herz zu öffnen, es weit, weich, allumfassend werden zu lassen. Yoga ist für mich kein Trend, keine kurzzeitige Leidenschaft, oder Lifestyle-Hack. Yoga verändert die Art, wie Du das Leben siehst, dadurch dass es Dich verändert. Auch das hoffe ich als Yogalehrerin weitergeben zu können. Yoga bedeutet Geduld und Hingabe an die Praxis – und Praxis ist ein weites Feld, sie findet zu großen Teilen auch außerhalb Deiner Matte statt! Den Yoga-Weg gehen bedeutet auch Beständigkeit in der Praxis. Immer wieder anfangen, immer wieder versuchen, das ständige Bemühen, Abhyasa. Patanjali beschreibt in den Yoga-Sutras Abhyasa neben Vairagya, das Nicht-Anhaften, Losalssen, als zentrale Werte der Yoga-Praxis. Es geht nicht um Perfektion, nicht um das Erreichen bestimmter Asanas/Übungen – und natürlich auch gar nicht darum, ob Du nun das trendy Yoga-Outfit trägst :-).
Aber ganz besonders bestärkt mich in meinem Weg als Yogalehrerin – und das immer wieder: Die Entspannung meiner Schülerinnen und Schüler, die ich wahrnehmen kann, wenn sie sich nach der Stunde von mir verabschieden. Das Lächeln, der Blick. Wenn ich wahrnehme, dass sie sich innerlich aufrichten, sich auf den Weg machen, etwas umdenken, nach vorn schauen – ihr Herz öffnen. Denn das ist meine tiefe Überzeugung: Diese unsere Welt braucht mehr Liebe, mehr weit geöffnete Herzen, mehr Empathie, mehr Miteinander, mehr Geduld, mehr Rücksicht. Mehr … HEARTS WIDE OPEN.
Und wo stehst Du gerade?
Ich erzähle Dir all das, weil ich glaube: Jede Begegnung mit Yoga hat ihren eigenen Anfang. Ihre eigene Geschichte. Jeder hat seinen eigenen Weg. Es geht für Dich, für Euch, für uns alle darum, den eigenen Weg zu finden und ihn zu gehen. Ich bin jedes Mal aufs Neue berührt, wenn jemand den ersten Schritt macht — oder zurückkommt, nach einer Pause, nach einem schwierigen Jahr, einfach so. Start where you are – komm einfach dazu. Beginne mit Deiner Praxis. Bleibe bei Deiner Praxis. Entwickle Deine Praxis.
Wie schön, dass Du hier bist. ❤️
Deine Anni
